Ratgeber Kosten
Was kostet eine Website? Kosten und Kostenfaktoren verständlich erklärt
Was kostet eine Website? Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an — und zwar auf mehr als nur den Preis für die Erstellung. Dieser Ratgeber zeigt, woraus sich die Website-Kosten zusammensetzen, was einmalig und was laufend anfällt und woran Sie ein faires, vergleichbares Angebot erkennen.
Von Robin Holz · Stand 29.10.2026
Die kurze Antwort: Was kostet eine Website?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Eine Seite mit Öffnungszeiten und Kontaktdaten ist etwas völlig anderes als ein Auftritt mit Online-Terminbuchung oder eigenem Shop. Wer Ihnen am Telefon ohne jede Rückfrage einen Preis nennt, hat Ihr Vorhaben meist nicht verstanden.
Zur groben Orientierung: Homepage-Baukästen kosten meist einen niedrigen zweistelligen Betrag im Monat. Einfache Websites vom Profi liegen oft im niedrigen vierstelligen Bereich. Umfangreichere Auftritte mit Sonderfunktionen sind teurer, bei Agenturen schnell deutlich. Das sind ausdrücklich nur Richtwerte und keine Preisliste — je nach Anbieter, Region und Wunsch kann es abweichen.
Wichtiger als die Zahl ist die Frage, was darin steckt und was danach noch dazukommt.
Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Café, das nur Öffnungszeiten, Speisekarte und Anfahrt zeigen will, braucht deutlich weniger als ein Verleih mit Katalog, Verfügbarkeitskalender und Anfrageformular. Beide nennen sich „Website“, doch der Aufwand dahinter ist verschieden.
Was die Kosten einer Website bestimmt
Fünf Faktoren machen den größten Unterschied. Wenn Sie diese vorab für sich klären, wird jedes Gespräch mit einem Anbieter einfacher und jedes Angebot besser vergleichbar.
Tipp: Schreiben Sie vor dem ersten Gespräch auf, welche Fragen Ihre Kunden am häufigsten stellen. Alles, was diese Fragen beantwortet, gehört auf die Website. Alles andere ist Kür und kann später folgen.
- Umfang: Eine Seite mit allem Wichtigen ist schneller gebaut als zehn Unterseiten mit eigenen Inhalten. Jede Seite will gestaltet, getestet und gepflegt werden.
- Funktionen: Kontaktformular, Terminbuchung, Mietkatalog, Mitgliederbereich oder Online-Shop sind Technik, die gebaut und abgesichert werden muss. Hier steckt oft der größte Kostenblock.
- Texte und Fotos: Wer fertige Texte und gute Bilder mitbringt, spart Geld. Müssen Texte geschrieben oder Fotos gemacht werden, ist das zusätzliche Arbeit.
- Selbstpflege: Wollen Sie Öffnungszeiten, Preise oder Neuigkeiten selbst ändern, braucht es eine einfache Verwaltung. Das kostet bei der Erstellung etwas mehr, spart aber bei jeder späteren Änderung.
- Shop oder Buchung: Sobald Geld fließt oder Termine automatisch vergeben werden, kommen Zahlungsarten, Bestätigungs-Mails und rechtliche Pflichtangaben hinzu.
Einmalige und laufende Kosten
Viele rechnen nur mit dem Preis für die Erstellung. Eine Website verursacht aber auch nach dem Start Kosten, und die laufenden Kosten einer Website summieren sich über die Jahre oft stärker als die Erstellung.
Einmalig fallen in der Regel an: Konzept und Gestaltung, die Umsetzung selbst, das Einrichten von Domain und Hosting sowie gegebenenfalls Texte, Fotos oder eine Einführung in die Verwaltung.
Laufend entstehen typischerweise diese Kosten:
- Domain: Die eigene Internetadresse wird jährlich abgerechnet. Meist ist das ein überschaubarer Betrag.
- Hosting: Der Speicherplatz, auf dem die Website liegt. Achten Sie auf Serverstandort, verschlüsselte Verbindung und Datensicherung.
- Pflege und Updates: Technik veraltet. Ohne regelmäßige Aktualisierungen entstehen Sicherheitslücken und Fehler.
- Inhalte: Neue Angebote, aktuelle Preise, geänderte Öffnungszeiten — entweder Ihre eigene Zeit oder die eines Dienstleisters.
- Zusatzdienste: Etwa Buchungs- oder Shop-Software, die manchmal eine eigene Gebühr hat.
Baukasten, Freelancer oder Agentur
Der Weg zur Website bestimmt die Kosten stark mit. Es gibt keinen grundsätzlich besten Weg, nur den, der zu Ihrer Situation passt.
Baukasten: Der Einstieg ist günstig und schnell. Dafür arbeiten Sie die Seite selbst zusammen, sind an Vorlagen und Funktionen des Anbieters gebunden und zahlen dauerhaft monatlich. Wer Zeit hat und nur wenig braucht, kommt damit oft gut zurecht. Mehr dazu in unserem Vergleich zwischen Selbermachen und Erstellenlassen.
Freelancer: Meist ein direkter Draht und eine persönliche Lösung zu einem moderaten Preis. Achten Sie darauf, wer sich nach dem Start um Technik und Änderungen kümmert, auch im Urlaub oder bei Krankheit.
Agentur: Mehrere Fachleute für Konzept, Gestaltung, Technik und Marketing. Das bringt Breite, ist aber meist die teuerste Variante und für sehr kleine Betriebe oft größer als nötig.
Bei ROTKEHL bekommen Sie einen Ansprechpartner für alles, ohne Agentur-Überbau und ohne Baukasten. Den Preis nennen wir nach einem kostenlosen Erstgespräch als Festpreis.
So bekommen Sie vergleichbare Angebote
Zwei Angebote lassen sich nur vergleichen, wenn beide dasselbe beschreiben. Schicken Sie allen Anbietern dieselbe kurze Beschreibung: Was machen Sie, was soll die Website können, welche Seiten stellen Sie sich vor, wer liefert Texte und Fotos? Fragen Sie dann nach diesen Punkten:
- Festpreis statt Stundenabrechnung: So wissen Sie vorher, was am Ende auf der Rechnung steht.
- Was ist enthalten? Anzahl der Seiten, Gestaltung, Handy-Darstellung, Formulare, Grundeinrichtung für Google.
- Wem gehört die Website? Können Sie sie bei einem Wechsel mitnehmen, oder bleibt sie beim Anbieter?
- Folgekosten: Was kosten Hosting, Domain, Pflege und Änderungen pro Monat oder Jahr? Gibt es eine Mindestlaufzeit?
- Selbst ändern oder anrufen: Können Sie kleine Änderungen selbst machen, oder jedes Mal beauftragen?
- Rechtliches: Sind Impressum und Datenschutzseite vorbereitet? Die rechtliche Prüfung übernimmt keine Webfirma, dafür sind Fachleute da.
Typische Kostenfallen
Ein sehr niedriger Einstiegspreis ist nicht automatisch ein gutes Angebot. Häufige Stolperstellen sind Zusatzkosten für Dinge, die Sie für selbstverständlich hielten: die eigene Internetadresse, mehr als eine Seite, eine Handy-Ansicht, das Einrichten für Google. Auch lange Vertragslaufzeiten und hohe Kosten für Änderungen können den günstigen Start später teuer machen.
Umgekehrt ist ein hoher Preis kein Qualitätsbeweis. Prüfen Sie Beispiele früherer Arbeiten, fragen Sie nach einem Entwurf zum Ausprobieren und trauen Sie Ihrem Eindruck vom Gespräch: Werden Ihre Fragen verständlich beantwortet, oder bekommen Sie Fachbegriffe an den Kopf geworfen?
Und rechnen Sie über mehrere Jahre. Ein Baukasten mit monatlicher Gebühr, ein Freelancer mit Einmalpreis plus Betreuung und eine Agentur mit Pauschale lassen sich erst über drei bis fünf Jahre fair gegenüberstellen.
Der nächste Schritt
Bevor Sie Angebote einholen, lohnt ein Blick auf die bestehende Seite: Was funktioniert schon, was fehlt? Unser kostenloser Website-Check prüft Ihre Startseite in acht Punkten und zeigt, wo Handlungsbedarf besteht. Wenn Sie danach ein klares, unverbindliches Angebot möchten, melden Sie sich gern bei uns.
Tipp zum Schluss: Fangen Sie lieber mit einer sauberen, kleinen Website an und erweitern Sie später, als gleich alles auf einmal zu wollen. So bleiben die Kosten planbar, und Sie sehen im Alltag, was Ihre Kunden wirklich nutzen.
Häufige Fragen
Kurz beantwortet.
Was kostet eine einfache Website für einen kleinen Betrieb?
Das lässt sich ohne Rückfrage nicht seriös sagen. Als sehr grobe Orientierung liegen einfache Websites vom Profi oft im niedrigen vierstelligen Bereich, Baukästen darunter. Entscheidend sind Umfang und Funktionen.
Welche laufenden Kosten hat eine Website?
Meist Domain, Hosting, Pflege und Updates sowie gegebenenfalls Gebühren für Zusatzsoftware wie Buchung oder Shop. Fragen Sie jeden Anbieter nach einer Aufstellung der Folgekosten.
Ist ein Baukasten wirklich günstiger als ein Webdesigner?
Zu Beginn oft ja. Dafür zahlen Sie dauerhaft monatlich, investieren eigene Zeit und sind an die Möglichkeiten des Anbieters gebunden. Über mehrere Jahre gerechnet kann der Unterschied kleiner ausfallen.
Kann ich einen Festpreis für meine Website bekommen?
Ja, seriöse Anbieter nennen nach einem Gespräch einen Festpreis für einen klar beschriebenen Umfang. Wir arbeiten bei ROTKEHL so: erst kostenloses Erstgespräch, dann ein Angebot zum Festpreis.
Muss ich meine Website regelmäßig pflegen lassen?
Ja, zumindest technisch. Updates und Sicherheitsmaßnahmen sollten laufend erfolgen. Inhalte wie Preise oder Öffnungszeiten können Sie mit einer einfachen Verwaltung selbst ändern.
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